Naumburg III erleidet eine desaströse Niederlage
Geschrieben von heckenroseDer neunte und damit der letzte Spieltag der Saison stellte für beide Mannschaften keine besondere Herausforderung dar. Anders ausgedrückt es spielte der Tabellenzweite, die dritte Mannschaft des Naumburger Sportvereins, gegen den Tabellenvierten,
die Schachgemeinschaft 2011 Sennewitz. Beide Teams konnten nicht mehr Tabellenerster werden. Von der Theorie her war der Gast nach DWZ favorisiert, die Naumburger wollten allerdings zumindest ein Mannschaftsunentschieden erreichen. Die Gäste teilten kurz vor Spielbeginn mit, dass sie sich etwas verspäten würden, und so wurden die Uhren um 09:00 Uhr noch nicht gedrückt. Der letzte Spieler der Sennewitzer verspätete sich allerdings erheblich und suchte lautstark noch die Schuld bei den Angestellten des Euroville, was auf Ablehnung aller anderen Schachspieler stieß. Nach der Anfangsphase entwickelten sich recht ausgeglichene Stellungen, speziell an den ersten Brettern. In dieser Phase bot Reiner Ose, mit weißen Figuren spielend, seinem Gegner Remis an, was dieser auch nach Analyse der Stellung, annahm. Nach zwei Stunden Spielzeit konnte der Gegner von Christoph Rösiger den Naumburger König positionell ausschalten und brachte damit seine zwei verbundenen Bauern voll zur Wirkung. Als die Stellung nicht mehr zu halten war, gab Christoph auf. Eine halbe Stunde später bot Ines Weißenburg dem Sennewitzer Nachwuchstalent, Hendrik Ehrath, die Punkteteilung an. Dieser junge Spieler überlegte über eine halbe Stunde, ohne dass die notwendigen 40 Züge erreicht waren. 37 Sekunden vor Ende des Zeitlimits begann er wieder zu ziehen und nutzte jetzt das Zeitinkrement von 30 Sekunden je Zug konsequent aus. Am Ende der Partie tauschte die Naumburgerin ihren Turm gegen den letzten Bauern des Hallensers. Die Hoffnung war, dass es ihrem Gegner nicht gelingen würde, sie mit Läufer und Springer in 50 Zügen matt zu setzen. Damit hatte sie allerdings die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Mit dem Sieg freuten sich die Gäste über einen komfortablen Vorsprung in der Mannschaftswertung zu diesem Zeitpunkt. In Anbetracht eines ausgeglichenen Spiels am Brett 6 bot der Naumburger Sebastian Kraft seinem Kontrahenten die Punkteteilung an, welche dieser auch annahm. Leider übersah Uwe Redlich am Spitzenbrett eine Springergabel, so dass er die Qualität gegen Ende der Partie verlor. Damit konnte er seine durchaus sehenswerte Partie nicht in einen Erfolg oder in die Punkteteilung ummünzen. Als das Schlagen von mehreren Bauern nicht mehr zu verhindern war, gratulierte er seinem nominell deutlich stärkeren Gegner zum Sieg. Jetzt wurde noch am Brett 2 gespielt. Hier geriet Jens Schmeißer unter finalem Druck. Später kritisierte er sich selbst, denn er hätte nicht zu lassen dürfen, dass sein Gegner seinen Läufer „einsperren“ konnte. Auch diese Partie ging aus der Sicht der Naumburger verloren. Mit dem deutlichen Sieg der SG Sennewitz mit 1zu 5 tauschten die beiden Mannschaften ihre Plätze in der Anschlusstabelle. Die Stimmung bei den Naumburgern war trotz der Niederlage ausgelassen und freudig. Das Saisonziel wurde sicher erreicht. Zu keinem Zeitpunkt drohte die Mannschaft abzusteigen. Im Gegenteil, man befand sich monatelang unter den ersten Mannschaften an der Tabellenspitze.
Einzelergebnisse:
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1457 |
1.0 : 5.0 |
1625 |
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1 |
1599 |
0 - 1 |
1789 |
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2 |
1588 |
0 - 1 |
1802 |
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3 |
1568 |
0 - 1 |
1599 |
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4 |
1396 |
0.5 - 0.5 |
1686 |
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|
5 |
1132 |
0 - 1 |
1463 |
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|
6 |
0.5 - 0.5 |
1408 |
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